Clubregatta 26: Rekord, 3-Generationen-Sieg, Spi-Vorfall, Bojen auf Wanderschaft

Wettfahrtleiter Dvorak (stehend li.) mit den Gewinnern: drei Generationen Prack, nämlich Moritz, Johannes und Bernhard (v.li.n.re.).
Eigentlich hatte sich Vizeobmann Viktor Lassnig vorgenommen, die heurige Clubregatta zu gewinnen, und war deshalb mit Schwiegersohn Richard Schneidawind auch auf seiner schnellen Tempest statt der gemütlicheren Sunbeam 22 an den Start gegangen. Doch ein Spinnaker-Problem gleich nach dem Start machte die Hoffnungen zunichte. Dafür gab es den ersten Drei-Generationen-Sieg des 21. Jahrhunderts im SCS: Die Crew Prack – Obmann Johannes mit Ehrenpräsident und Papa Bernhard sowie Söhnchen Moritz auf ihrem H-Boot – schnappte dem Team Kohlbacher (Edgar an der Pinne mit Gattin Monika und Sohn Florian) den Sieg um Haaresbreite vor der Nase weg. „Arschknapp“, würde der Bundespräsident sagen, wüsste er von der Regatta und dem Sekundenvorsprung an der finalen Ziellinie.
Zwischen Start und Ziel lagen jedoch zahlreiche spannende Positionskämpfe und Gedränge an den Wendebojen – der Nostalgiekurs aus der Vergangenheit, den Viktor aus dem Archiv ausgegraben und den Regattachef Klaus Berger schließlich ausgewählt hatte, ließ ordentliches Fighten innerhalb des 16-Crew-Feldes zu. 16 teilnehmende Schiffe stellten übrigens einen Rekord für die vergangenen Jahre dar, so viele Teams hatten sich bei einer SCS-Regatta schon lange nicht mehr um den Sieg gematcht – und so viele zufriedene Clubmitglieder hat es auf der Terrasse im SCS nach einer Regatta überhaupt schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gegeben. „Ein neuer Spirit im Club“ in Sachen Regatta, war von mehreren Seiten zu vernehmen. Die Pasta-Variationen von Fritz Neuwirth, der in der Küche von Teilzeit-Wirtin Maria und Helping Hand Caro Forster tatkräftig unterstützt wurde, mundeten ausgezeichnet und es wurde von gar nicht so wenig Anwesenden wie in besten Clubzeiten bis spät in die Nacht gefeiert.
Zur Regatta selbst: Die Windverhältnisse waren zwar durchwachsen, die meiste Zeit war ein einigermaßen zügiges Vorankommen jedoch gut möglich. Beide Wettfahrten am spannenden Kurs direkt vor der Hafenausfahrt des SCS wurden von Wettfahrtleiter Andreas Dvorak, auf der Wartenfels von Ehefrau Eva und Christopher Gloning tatkräftig unterstützt, in tadelloser Weise über die Bühne gebracht. Probleme gab es lediglich am frühen Morgen des Renntages, als man erkennen musste, dass vier der fünf am vorherigen Nachmittag gelegten Bojen über Nacht von einem Stürm verblasen worden und schlicht nicht mehr da waren. Regattachef Berger musste sich allein mit der Phönix auf die Suche machen und kurz vor dem Start die Bojen neu legen. Boje Nummer 4 machte sich dann sogar während der Regatta neuerlich selbständig, wurde von Berger, der unserem Schlauchboot Phönix kräftig die Sporen gab, jedoch rasch wieder eingefangen.
Regattachef Berger und Wettfahrtleiter Dvorak bitten darum, den ehrenamtlich Helfenden – Christopher Gloning und Eva Dvorak auf der Wartenfels und Caro Forster in der Küche sowie natürlich dem großartigen Koch Fritz – ihren herzlichen Dank auszurichten. Alles in allem also: eine höchst gelungene Clubregatta 26, verdiente Sieger und ein spannendes Rennen um die Entscheidung zur Clubmeisterschaft 2026, das beim Absegeln wartet. Sogar das Missgeschickt mit dem Spinnaker auf der Lassnig-Tempest führte zu etwas Gutem: Viktor und Richard, einmal draußen am See, nutzten die Gelegenheit zum ausgiebigen Training. Womöglich folgt beim Absegeln Anfang September ein neuer Angriff auf den Sieg. +++







