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Segelclub Schwarzindien Mondsee

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Regatta

Tempest Österr. Meisterschaft 2026

4. September 2026 by

Mondsee: Wind reichte nur für zwei Wettfahrten, ÖM-Titel nicht vergeben

Es war alles angerichtet für eine tolle ÖM: 16 Boote aus vier Nationen kamen zum SCS, Viktor und Klausi sorgten für eine perfekte Organisation, wie immer auch mit kulinarischen Highlights. Am Freitag waren für nachmittag Unwetter und Sturm angesagt. Davor schafften wir im hinteren Winkel des Sees noch eine schöne WF mit 2-3 Bf., die Spranger/Meggendorfer gewannen. Die Österreicher hielten sich mit den Rängen vier (Schimak/Kotrba) und sechs (Schumi/Schumann) passabel.

Gleich zu Ende der WF wurde die Sturmwarnung aktiviert, also hieß es zurück in den Hafen. Das war leider kein Spaß. Mit Böen um die 30 Knoten und wilden Drehern kämpften wir uns zurück, das Material wurde ordentlich beansprucht. Erst kurz vor dem Klub unter Land war es ein bisschen erträglicher, was das Anlegen erleichterte.

Samstag war nach der Front ein leichter Westwind angesagt, doch leider blieb dieser sehr instabil. Der erste Versuch wurde kurz vor der Luvtonne abgeschossen. Kurz darauf ein neuerlicher Start. Nach zwei Dritteln der Kreuz drehte der Wind plötzlich auf Süd, sodass alle auf der linken Seite auf einmal mit Halbwind zur Luvboje fuhren. Diesmal ließ der WF-Leiter weiterlaufen,  die 2. “Kreuz” war ein Anlieger. Tempest-Urgestein Teddy Baehr (mit Andreas Greif auf seiner “Baehrenmarke”) spielte seine Routine aus und gewann die WF vor Meg Engelmann/A. von Mertens. Eine weitere WF wurde dann kurz vor der Leetonne ebenfalls abgeschossen.

Am Sonntag ging dann nichts mehr, es blieb bei zwei WF und somit wurde der ÖM-Titel nicht vergeben. Gesamtsieger wurden etwas überraschend Schimak/Kotrba mit zwei vierten Plätzen vor  Spranger/Meggendorfer (ein 1. und ein 9…) und den Schweizern Mario Suter/Tanja Davis. Trotzdem freuen wir uns schon auf das nächste Mal am Mondsee, der SCS ist noch immer einer der beliebtesten Tempest-Klubs in Mitteleuropa. Ergebnisse im Detail:

https://digital.segelverband.at/event/18668/ergebnisse/

Bericht: Manfred Schumi

Clubregatta 26: Rekord, 3-Generationen-Sieg, Spi-Vorfall, Bojen auf Wanderschaft

2. August 2026 by

Wettfahrtleiter Dvorak (stehend li.) mit den Gewinnern: drei Generationen Prack, nämlich Moritz, Johannes und Bernhard (v.li.n.re.).

Eigentlich hatte sich Vizeobmann Viktor Lassnig vorgenommen, die heurige Clubregatta zu gewinnen, und war deshalb mit Schwiegersohn Richard Schneidawind auch auf seiner schnellen Tempest statt der gemütlicheren Sunbeam 22 an den Start gegangen. Doch ein Spinnaker-Problem gleich nach dem Start machte die Hoffnungen zunichte. Dafür gab es den ersten Drei-Generationen-Sieg des 21. Jahrhunderts im SCS: Die Crew Prack – Obmann Johannes mit Ehrenpräsident und Papa Bernhard sowie Söhnchen Moritz auf ihrem H-Boot – schnappte dem Team Kohlbacher (Edgar an der Pinne mit Gattin Monika und Sohn Florian) den Sieg um Haaresbreite vor der Nase weg. „Arschknapp“, würde der Bundespräsident sagen, wüsste er von der Regatta und dem Sekundenvorsprung an der finalen Ziellinie.

Zwischen Start und Ziel lagen jedoch zahlreiche spannende Positionskämpfe und Gedränge an den Wendebojen – der Nostalgiekurs aus der Vergangenheit, den Viktor aus dem Archiv ausgegraben und den Regattachef Klaus Berger schließlich ausgewählt hatte, ließ ordentliches Fighten innerhalb des 16-Crew-Feldes zu. 16 teilnehmende Schiffe stellten übrigens einen Rekord für die vergangenen Jahre dar, so viele Teams hatten sich bei einer SCS-Regatta schon lange nicht mehr um den Sieg gematcht – und so viele zufriedene Clubmitglieder hat es auf der Terrasse im SCS nach einer Regatta überhaupt schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gegeben. „Ein neuer Spirit im Club“ in Sachen Regatta, war von mehreren Seiten zu vernehmen. Die Pasta-Variationen von Fritz Neuwirth, der in der Küche von Teilzeit-Wirtin Maria und Helping Hand Caro Forster tatkräftig unterstützt wurde, mundeten ausgezeichnet und es wurde von gar nicht so wenig Anwesenden wie in besten Clubzeiten bis spät in die Nacht gefeiert.

Der Kurs erleichterte spannende Positionskämpfe.

Crew Kohlbacher in Fahrt.

Die drei Pracks unterwegs.

Zur Regatta selbst: Die Windverhältnisse waren zwar durchwachsen, die meiste Zeit war ein einigermaßen zügiges Vorankommen jedoch gut möglich. Beide Wettfahrten am spannenden Kurs direkt vor der Hafenausfahrt des SCS wurden von Wettfahrtleiter Andreas Dvorak, auf der Wartenfels von Ehefrau Eva und Christopher Gloning tatkräftig unterstützt, in tadelloser Weise über die Bühne gebracht. Probleme gab es lediglich am frühen Morgen des Renntages, als man erkennen musste, dass vier der fünf am vorherigen Nachmittag gelegten Bojen über Nacht von einem Stürm verblasen worden und schlicht nicht mehr da waren. Regattachef Berger musste sich allein mit der Phönix auf die Suche machen und kurz vor dem Start die Bojen neu legen. Boje Nummer 4 machte sich dann sogar während der Regatta neuerlich selbständig, wurde von Berger, der unserem Schlauchboot Phönix kräftig die Sporen gab, jedoch rasch wieder eingefangen.

Volles Haus vor dem Haus, gut 60 zufriedene …

… Menschen genossen den Tag nach der Regatta.

Regattachef Berger und Wettfahrtleiter Dvorak bitten darum, den ehrenamtlich Helfenden – Christopher Gloning und Eva Dvorak auf der Wartenfels und Caro Forster in der Küche sowie natürlich dem großartigen Koch Fritz – ihren herzlichen Dank auszurichten. Alles in allem also: eine höchst gelungene Clubregatta 26, verdiente Sieger und ein spannendes Rennen um die Entscheidung zur Clubmeisterschaft 2026, das beim Absegeln wartet. Sogar das Missgeschickt mit dem Spinnaker auf der Lassnig-Tempest führte zu etwas Gutem: Viktor und Richard, einmal draußen am See, nutzten die Gelegenheit zum ausgiebigen Training. Womöglich folgt beim Absegeln Anfang September ein neuer Angriff auf den Sieg. +++

Ladies Cup 26: Lachende Ladies, viel Wind und super Kulinarik

5. Juli 2026 by

Sieben Damen-Crews traten an diesem wunderschönen Sommer-Samstag zum Ladies Cup 26 am Mondsee an.

 

Wettfahrtleiterin und OeSV-Vizepräsidentin Sabrina Stückler sowie SCS-Regattchef Klaus Berger haben ganze Arbeit geleistet: Sie haben den aus vergangenen Jahren wiederbelebten Ladies Cup des SCS gleich bei seiner ersten Neuauflage am 4. Juli zu einer rundum gelungenen Veranstaltung werden lassen. Dementsprechend gab es den ganzen Tag über bei allen teilnehmenden Damen-Crews auch nur lachende Gesichter zu sehen. Sieben Crews mit insgesamt 16 Damen hatten sich zu diesem Neustart des Ladies Cup in Schwarzindien eingefunden, sogar ein Team vom Kärntner Millstättersee war extra an den Mondsee gereist – und es wurde eine wirklich gelungene, spannende Regatta. Das Wetter war perfekt, der Wind sogar mehr als perfekt. Der Kängurustart, den sich Regattachef Berger als passendes Format zur Inangriffnahme des Dreieckskurses direkt vor der Clubausfahrt ausgedacht hatte, tat sein übriges, um für Spannung und Spaß zu sorgen.

Schräglagen waren an der Tagesordnung und die Ladies-Crews ließen es krachen.

Am Ende landete Sarah Kubesch vom SCS einen souveränen Start-Ziel-Sieg.

Von Beginn an entwickelte sich ein unterhaltsames rennen mit voll fokussierten Crews, beachtlichen Schräglagen zwischendurch und auch ein wenig Drama ab und an sowie letztendlich einer unangefochtenen Siegerin: Die knapp 16-jährige Sarah Kubesch vom SCS, die mit einer Club-Zoom und damit einem gewissen Yardstick-Vorteil ins Rennen ging, konnte die Gunst der Zeitgutschrift an der Startlinie und ihren Heimvorteil voll nützen – sie landete einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. Mehr noch – sie gewann mit beinahe einer ganzen Runde Vorsprung auf die zweitplatzierte Crew von der SCS-Nachbarmarina „Weiße Taube“, bestehend aus Steuerfrau Heidrun Lehner, Brigitte Brunner, Brigitte Wiesinger sowie Susanne Strasser auf einer Sunbeam 23. Auf dem dritten Platz landete die Kärntner Crew vom KYCM aus Millstatt, bestehend aus Verena Egger und ihren Töchtern Nora und Marie, die auf der von SCS-Mitglied Alexander Fuchs zur Verfügung gestellten Sunbeam 22.1 ins Rennen gegangen war. Aber auch auf den hinteren Rängen gab es ausschließlich Siegerinnen, denn die zweistündige Wettfahrt über fünf Runden verlangte mit wechselnden Windstärken – am Ende gut 4 Beaufort – und Böen zwischendurch den Ladies-Crews wirklich alles ab. Ein besonderes Hurra! geht dabei an Liese Katschinka, die mit ihren 84 Jahren den Kurs an der Pinne einer alten Sunbeam 22 als älteste Starterin gemeinsam mit Waltraud Kugler bravourös und auf beeindruckende Weise meisterte. Die Sunebam-Crew landete mit nur minimalem Rückstand auf Platz 7 und machte dem SCS ebenso wie die Crew Anneliese Strauß | Caro Forstner | Maria Feytl auf einer Sunbeam 22,1 alle Ehre.

Wettfahrtleiterin Sabrina Stückler vom OeSV und …

… SCS-Regattachef Klaus Berger zogen zufrieden Bilanz.

Erfrischung by Nicole.

Nach dem Rennen war dann vor dem Dinner: Hannelore, Gattin von SCS-Ehrenpräsident Bernhard Prack, hatte ein wunderbares Menü zubereitet, außerdem lag es auch an den fein ziselierten Erfrischungsgetränken von Clubmitglied Nicole, dass an diesem schönen Sommertag am Mondsee nicht nur seglerisch, sondern auch kulinarisch alles erstklassig war und es nur lachende Ladies gab.

Spielten nur die zweite Geige an diesem Tag im SCS: Männer. Hier Edelfan Werner beim Fotografieren.

Die Männer spielten an diesem Tag im SCS tatsächlich lediglich die zweite Geige, was ja auch genauso vorgesehen war. Kommenden Sommer wird es die nächste Auflage des Ladies Cup am Mondsee geben. Wettfahrtleiterin Sabrina Stückler und Regattachef Klaus Berger, die am Ende des wunderbaren Seglerinnen-Tages beide hochzufrieden Bilanz zogen, hoffen im nächsten Jahr  auf 12 bis 15 teilnehmende Damen-Crews, idealerweise natürlich auch von anderen Seen und ebenso aus anderen Bundesländern. Besonderer Dank gilt SCS-Clubmitglied Andreas Gfrerer, Wirt und Hotelier des berühmten Salzburger Arthotels Blaue Gans, der den Siegespreis – ein luxuriöses Dinner in seinem Hotelrestaurant – als Sponsor zur Verfügung gestellt hat. +++

 

Hitzeschlacht: Der Young-Moon-Sailors-Cupsieger 26 steht fest

30. Juni 2026 by

Eine eigene Regatta nur für die Jugend – das ist die Idee hinter dem Young Moon Sailors Cup, den SCS-Regattachef Klaus Berger erfunden hat.

Die Sommerhitze des bisher heißesten Tages des Jahres lag brütend über dem See, als acht junge Mondsee-Segler und -Seglerinnen auf Ilcas und Zooms hinaus aufs Wasser segelten, um auf den Startschuss von Wettfahrtleiter Peter Kubesch zu warten. Zum ersten Mal ging der von SCS-Regattabeirat Klaus Berger erfundene „Young Moon Sailors Cup“ am vergangenen Sonntag über die Mondseebühne. Sieben Crews – sechs Einzelkämpfer oder Einzelkämpferinnen sowie eine Zweibuben-Crew – hatten gemeldet und trotzten dem extrem heißen Sommertag. Vier Wettfahrten waren geplant, drei davon gingen auch tatsächlich über die Bühne, dann hatte die Wettfahrtleitung Mitleid mit den jungen Seglerinnen und Seglern und entließ sie vom Regattakurs zurück nach Hause in den heimatlichen SCS- sowie UYC-Hafen. Die Idee hinter dem Young Moon Sailors Cup erklärte SCS-Regattachef Berger bei der Siegerehrung danach so: „Wir wollten hier am Mondsee ein professionelles Rennen für den Nachwuchs ins Leben rufen, bei dem die Junioren und Juniorinnen nicht als Beiwerk zu den großen Booten starten, sondern ihre eigene Regatta haben. Das haben wir nun mit dem Young Moon Sailors Cup geschafft und wir bieten dem seglerischen Nachwuchs damit eine Rennen, bei dem er sich beweisen kann.“

Tapfer trotzden die Young Moon Sailors der Herausforderung Hitze.

Positionskämpfe, manchmal auch harte, standen an der Tagesordnung.

Wettfahrtleiter Kubesch erklärt den Kurs bei der Steuermannsbesprechung.

Die Wettfahrten selbst waren trotz zunächst verhaltenem Wind spannend, gewertet wurde jeweils wie bei den Großen nach Yardstick-Einstufung, das brachte zusätzliche Spannung. Es gab Positionskämpfe, knappe Bojen-Umrundungen, kleinere Missgeschicke, kurz: Alles war wie bei den Großen. Zwar kamen kleinere Blessuren vor und auch die eine oder andere Unpässlichkeit, die extra zur Sicherheit angeschipperte Wasserrettung aus Loibichl bekam aber nichts zu tun und konnte den Rennen entspannt zusehen.

Sieger und Young Moon Sailor des Jahres 2026: Theo Kluppenegger

Young Moon Sailor des Jahres 2026 wurde Theo Kluppenegger vom Union Yacht Club, der sich gegen die harte Konkurrenz durchsetzte und den stylischen Sigespokal sowie die Regatta-Uhr, gestiftet von Sponsor Callidus, stolz entgegennehmen durfte. Der zweite Platz ging an die extra aus Zell am See angereiste Zoe Gumpold, auch sie erhielt einen Pokal in Form eines in Form des SCS Logos stilisierten Segelbootes sowie eine Regattauhr. Dritter wurde Leo Frischling vom UYC. Die an den Start gegangenen SCS-Nachwuchssegler konnten sich diesmal leider nicht nach vorne durchkämpfen: Die Zweier-Crew aus Gabriel Kratzer und Christoph Rohrmoser landete auf dem siebten Rang, Sarah Kubesch musste mit Problemen während der ersten Wettfahrt aufgeben. Doch letztendlich waren unter diesen schwierigen klimatischen Bedingungen alle acht Teilnehmenden Nachwuchsseglerinnen und -segler ganz große Sieger und der SCS-Vorstand gratuliert allen herzlich zur Bewältigung der Herausforderung. Zur detaillierten Ergebnisliste geht es hier, einfach klicken.

Wir hoffen alle auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr beim Young Moon Sailors Cup 27! +++

12-h-Regatta 2026: Minifeld bei Maxihitze und eine Debüt-Siegercrew

23. Juni 2026 by

Der frühere und der heutige Schwiegersohn: Fabian Krispel (li.) und Richard Schneidawind (re.), beide Erweiterungsmitglieder der Familie Lassnig, gewannen.

Die Hitzewelle rollte heran und der Wind trollte sich zum größeren Teil vom Mondsee weg woanders hin, dennoch ging die heurige 12-Stunden-Regatta am 20. Juni ohne Probleme über die Seebühne: Vier Crews hatten sich gemeldet und schipperten gegen sechs Uhr morgens trotz Flaute hinaus auf den See. Der Wind blieb mau, aber es wurde den gesamten Vormittag lang heißer und heißer, bis schließlich am Nachmittag dann doch noch ein Lüftchen aufkam und gesegelt werden konnte. Allerdings wurde es weiter heißer und heißer. Als die Regattateilnehmer dann schließlich am späteren Nachmittag das Ziel – die Hafeneinfahrt des SCS – ansteuerten, lag das grüne Monster, die alte Sunbeam 22, von Viktor Lassnig vorne. Besegelt wurde sie von seinen beiden Schwiegersöhnen Richard Schneidawind (Steuermann) und Fabian Krispel (Vorschoter). Das Duo feierte seinen ersten Regattasieg überhaupt und nahm die stylishe Trophäe hochzufrieden entgegen. Der Schwiegervater: stolz wie ein Hutschpferd. Auf dem zweiten Platz landete Matthias Stückler mit seiner Crew, bestehend aus Max Reczey und Georg Kurzbauer. Dritter wurde Vorjahressieger Stefan Zauner, auch heuer wieder als Solosegler am Kurs. Zum detaillierten Regatta-Ergebnis geht es hier, einfach auf den Link klicken. +++

Ansegeln 26: Viel Spaß, Rekordteilnahme und einige Premieren

10. Mai 2026 by

Zieldurchfahrt vor Hilfberg-Kircherl: Die Crew Kohlbacher auf ihrer Dolphin war am heurigen Ansegeltag nicht zu schlagen.

Da soll noch einer behaupten, wir beim SCS haben es nicht mehr drauf. Nachdem die Clubregatten der vergangenen Jahre mit einer zumeist marginalisierten Teilnehmerzahl auskommen mussten, war heuer wieder alles anders. 14 teilnehmende Crews – ein Rekord zumindest der vergangenen Jahre – haben unser Ansegeln wieder zu einer echten Regatta werden lassen und die Debüt-Wettfahrt unter der Ägide des neuen Regattachefs Klaus Berger zu einem Erfolg. Die Entscheidung des Vorstandes Ende des vergangenen Jahres, das An- und Absegeln ab heuer nicht mehr wie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem UYC durchzuführen sondern wieder als eigene Regatta, hat sich als richtig erwiesen – ebenso wie die vereinfachte Kurssetzung mit Start und Ziel vor der SCS-Hafeneinfahrt, die sich vergangene Saison bereits beim neuen Generations Cup bewährt hat.

Regattachef Klaus mit Helping Hand Caro auf unserer Wettfahrtleitungs-Wartenfels.

14 Crews gingen also am 9. Mai ins Rennen und es gab dabei einige Premieren. Zunächst einmal ist da Ossi: Ossi ist der alte, aber in erstaunlich erstklassigem Zustand befindliche Korsar des im vergangenen Jahr leider verstorbenen Schwiegervaters und Clubmitglieds von Vizeobmann Viktor. Oberbootsmann Andreas und Clubfotograf Fabian haben ihn auf Viktors Vermittlung hin erworben und sind beim Ansegeln zum ersten Mal auf dem edlen Holzboot ins Rennen gegangen. Es wurde ein höchst respektabler vierter Platz. Und da ist dann die neue Tempest-Crew, die auf Viktors gelber Zitrone (statt auf seinem grünen Monster, der alten Sunbeam 22) ins Rennen gegangen ist: Bisher wurde die Tempest bei Clubveranstaltungen ja meist vom Duo Lassnig-Berger gesegelt. Weil Klaus die Wettfahrtleitung innehatte, übernahm diesmal Viktors Schwiegersohn Richard den zweiten Platz an Bord. Die neue Crew schlug sich ausgezeichnet, am Ende wurde es der zweite Platz. Noch eine Premiere – besser gesagt die Wiederaufnahme einer Gepflogenheit: Weil der Job der früheren Kombüsenchefin Shiva Liberty bisher nicht nachbesetzt wurde, hat am Regattatag unser Fritz Neuwirth das Kommando in der SCS-Küche übernommen und die Crews und Helfer ausgezeichnet verpflegt (Würstel und Chili). Und zu guter Letzt hat sich ein neuer Helfer gemeldet, der für den verletzten Clubredakteur Klaus Puchleitner heldenhaft eingesprungen ist und auch die Fotos hier gemacht haq: Danke Martin Klaushofer für das Engagement. Das gilt natürlich für das gesamte Helfer- und Helferinnenteam, das beim heurigen Ansegeln neben Wettfahrtleiter Klaus Berger auch noch aus Caro Forstner – und eben Martin – bestand.

Ossi on fire: Nach dem von Viktor (li. hinten) vermittelten Kauf schafften die neuen Besitzer Andreas und Fabian (Mitte vo.) auf dem schönen alten Korsar den ausgezeichneten 4. Platz.

Hielten wie gewohnt die niederländischen Fahnen im SCS hoch: Unsere beiden holländischen Clubmitglieder Marian und Rob auf ihrer Sunbeam.

Drache unter der Drachenwand – Herbert Eders edler Holzdrache mit Viktor Lassnigs schneller Tempest im Hintergrund ersegelte den 8. Rang.

Wurde am Ende Dritter: Theo vom UYC.

Doch nun last but not least noch zur Siegercrew: Monika und Edgar Kohlbacher mit Sohn Florian waren an diesem Tag wirklich unschlagbar und segelten als erste über die Ziellinie. Sowohl nach Yardstick-Wertung wie auch am Wasser blieben sie mit ihrer Dolphin unangefochten voran und konnten letztendlich auch vom Duo Lassnig-Schneidawind auf der schnellen Tempest nur herausgefordert, nicht aber ernsthaft gefordert werden. Herzliche Gratulation zum verdienten Sieg. Insgesamt vier Jugend-Crews aus dem Union Yachtclub waren als Gäste auf Einladung von Sarah Kubesch ebenfalls am Start, am besten von ihnen schnitt Theo Kluppenegger auf einer Zoom 8 des UYC ab, er schaffte den dritten Platz.

Resümee von Regattachef Klaus Berger am Ende der Veranstaltung: „Es war super.“ Das Endergebnis des Ansegelns ist unter diesem Link (einfach hier klicken) auf unserer Website abrufbar. Das gesonderte Generations-Cup-Ergebnis, das dann gemeinsam mit dem Absegeln über die Vergabe des heurigen Generations Cup entscheidet, wird in den kommenden Tagen veröffentlich. Wir freuen uns schon auf die nächste Regatta, das ist unser 12-h-Rennen am 20. Juni, Plakate werden demnächst hängen und wir hoffen auch hier wieder auf eine engagiertere Teilnahme von Mondsee-Seglerinnen und -Seglern als in den vergangenen Jahren. Die Anmeldefrist läuft bereits, zur Anmeldung bitte einfach auf diesen Link hier klicken. +++

Siegerehrungen 2025: Ehre, wem Ehre gebührt

9. November 2025 by

Siegerehrung ´25: Mondseecup, Saispeedmaster, Clubmeister, Absegeln – Vizeobmann Viktor führte sie als Prolog zum Maronibraten durch.

 

Clubmeister 2025: Sarah Kubesch und Rolf Plinke.

Mondseecupsieger 2025: der General, der im Ruderboot zur Siegerehrung anreiste.

Im Rahmen des traditionellen Maronibratens gingen auch heuer wieder die Siegerehrungen zum Absegeln, zum Sailspeedmaster-Bewerb und zum Mondseecup über die Bühne. Außerdem wurden die Clubmeister 2025 geehrt. Beginnen wir gleich mit diesen – bei den Männern ging der Clubmeistertitel heuer an Rolf Plinke, bei den Damen zum zweiten Mal nach 2024 wieder an Sarah Kubesch – im Namen aller SCS-Mitglieder sei hier herzlich gratuliert. Mondseecup-Sieger wurde heuer Carli Reinhard, von allen der Kürze und Einfachheit halber nur „der General“ (sprich: „Tscheneral“ 😉 )genannt. Stilsicher kam er mit dem Ruderboot angereist, um die schwere, schwere Trophäe des Mondseecupsigers in die Höhe zu stemmen. Sailspeedmaster 2025 wurde Rolf mit Konstantin Plinke, das Absegeln ging ebenfalls an Rolf Plinke mit Sohn Konsti und Edgar Kohlbacher in seiner Crew. Herzlichen Glückwunsch zu den seglerischen Leistungen – auch an alle, die im heurigen Jahr bei den diversen Regatten mitmachten! +++

Absegeln 25: Turbulenz am Ende trotz Flaute zu Beginn

27. September 2025 by

In der Flaute: Ganz …

… links Sarah Kubesch, in der Mitte die Crew Stückler …

… und ganz rechts das Team Plinke mit Kohlbacher-Verstärkung.

Alles startete beim diesjährigen Absgegeln am 27. September ruhig – nämlich mit totaler Flaute. Beinahe zwei Stunden lang herrschte am gesamten See Windstille, auch die drei Starter des SCS – Rolf und Konsti Plinke mit Edgar Kohlbacher sowie Mathias Stückler mit Georg Kurzbauer und Max Reczej sowie dazu Sarah Kubesch – mussten warten, warten und wieder warten. Dann kam ein Lüftlein auf und die erste der beiden geplanten Wettfahrten konnte nach mehrmaliger Verschiebung doch noch gestartet werden. Die erste Wettfahrt ging an die UYC-Crew Carli|Haberl|Trucker auf ihrer Z Rennjolle Oanda vor dem UYC-Team Bölz|Busecker|Jancik|Kluppenegger auf einer RJ20Z Rennjolle, auf dem dritten Platz landete Theodor Kluppenegger ebenfalls vom UYC auf einer Zoom 8. Beste SCS-Mannschaft wurde das Team Plinke|Plinke|Kohlbacher auf einer Sun Odyssey 29 (4. Gesamtrang) vor Sarah Kubesch auf ihrer Zoom 8 (6. Gesamtrang) und der Mannschaft Stückler|Kurzbauer|Reczej auf einer Elan S3 (16. Gesamtrang), die mit einem technischen Gebrechen zu kämpfen hatte. Veranstaltet und gemanagt wurde das gemeinsame Absegeln wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren heuer wieder vom Union Yachtclub am gegenüberliegenden Seeufer.

Richtig turbulent wurde es dann bei der zweiten Wettfahrt, als endlich ordentlich Wind aufkam: Gleich acht Boote legten einen lupenreinen Frühstart hin, worauf Rennleiter Markus Schneeberger nichts anderes übrig blieb als abzuschießen. Weil ein Neustart jedoch wegen der langen Wartezeit auf Start Nummer eins das Zeitlimit sprengte, konnte die zweite Wettfahrt nicht mehr über die Seebühne gehen und die Wertung von Wettfahrt eins wurde automatisch zum Regatta-Ergebnis. Das Gesamtergebnis ist auf der UYC-Website unter diesem Link abrufbar.

Die drei SCS-Crews nach dem Rennen zufrieden unter der Clubfahne.

Die drei Teilnehmer-Crews, die das SCS-Fähnchen wieder einmal hoch hielten (gleich zwei Teams unter den Top 6), waren trotz der langen Flaute zu Beginn alles in allem zufrieden, lediglich die Elan-Crew haderte ein wenig mit den technischen Problemen, die eine bessere Platzierung verhindert hatten. Doch für ein Gruppenfoto für Berichterstatter Klaus Puchleitner fanden sich dann alle sehr gern und bereitwillig unter der SCS-Clubfahne ein. Die Siegerehrung wird wie schon in den beiden vergangenen Jahren gemeinsam mit der Siegerehrung für den Mondseecup und für den Sailspeedmaster-Bewerb 2025 beim Maronibraten am 8. November im SCS über die Bühne gehen. +++

Blaues Band ´25: Ohne Wind geht’s nicht geschwind

17. August 2025 by

Kaum Wind, nur selten ging’s ein wenig voran.

Die ganz große Flaute kennzeichnete das diesjährige Blaue Band, den Höhepunkt jeder Mondseer Regattasaison, der auch im heurigen Sommer wieder vom Union Yachtclub auf der gegenüberliegenden Seeseite ausgerichtet wurde. Etwas mehr als 50 Crews traten mit ihren Schiffen an, drei davon starteten für den SCS: Rolf Plinke mit Sohn Konsti auf ihrer Sun Odyssey und Andreas Fischer-Colbrie auf seiner Farr 30, der diesmal nicht für den UYC, sondern nach langer Pause wieder einmal für den SCS ins Rennen ging. Andreas Fuchs auf seinem Jollenkreuzer-Oldie mit Vorschoter Philipp Schönthal hatte vor dem Start mit Materialproblemen zu kämpfen und konnte demzufolge nicht rechtzeitig ins Rennen gehen.

Besondere Ereignisse aus SCS-Sicht: keine. Beim Start war Taktieren wegen der beinahe permanenten Windstille unmöglich, das galt auch für den Großteil der Wettfahrt, die diesmal zweigeteilt über unterschiedlich lange Kurse führte. Das Team Plinke wählte den kurzen Kurs mit Wendeboje unmittelbar beim Guglhupf und schaffte den 13. Endrang im kurzen Rennen. Das Team Fischer-Colbrie nahm die lange Wettfahrt über den gesamten See und zurück in Angriff und wurde am Ende Sechster im langen Rennen. Noch eine SCS-Beteiligung gab es: Viktor Lassnig und Klaus Puchleitner hielten auf der Wartenfels bei der Wendeboje des kurzen Kurses Wacht und führten das Bojenprotokoll.

Wendebojenprotokollführer Viktor

Ein korrektes Endergebnis der langen Wettfahrt (Sieger: Team Johann Golfer | Johannes Eder | Stefan Eder auf einer Sunbeam 22.1) sowie das Ergebnis der kurzen Wettfahrt finden sich unter diesem Link (einfach klicken) beziehungsweise unter diesem Link. Die kurze Wettfahrt gewann das Team Jakob Skolaut | Benedikt Pilz auf einer 29er. +++

 

I’m sailing in the Rain: Clubregatta ´25 im Salzkammergut-Schnürlregen

6. August 2025 by

I´m sailing in the rain, hätte Frank Sinatra vermutlich gesungen, wäre er Teilnehmer an unserer heurigen Clubregatta gewesen. Beim Hinausfahren zur Startlinie war alles noch halbwegs in trockenen Tüchern im wahrsten Sinne des Wortes – doch pünktlich mit dem Startsignal von Wettfahrtleiter Andreas Dvorak öffnet der Himmel seine Schleusen. Das tat der Begeisterung allerdings keinen Abbruch, sechs Kielboot-Crews und immerhin vier jugendliche Teilnehmer auf unserer Feva und den Lasern hatte sich an die Regatta herangewagt, komme da von oben was wolle.

Ein besonderes Lob sei unserem Nachwuchs ausgesprochen, der den verkürzten Jugendkurs trotz Regens tapfer in Angriff nahm und ihn auch absolvierte – ein Bravo also an Sophia Gloning, David Dvorak, Alex Lassnig, Jakob Dvorak, Gabriel Grazer, Christoph Rohrmoser, Luca Höller und Jugend-Coach Vicy Dvorak! Bei der Siegerehrung war Ihnen auch ein Sonderapplaus aller anwesenden SCS-Mitglieder sicher – und die tolle Idee von Rennleiter Dvorak und Headcoach Vicy Dvorak wird im nächsten Jahr sicher wiederholt. Das Detailergebnis der Jugend-Regatta kann unter diesem Link abgerufen werden.

Siegerehrung zur Clubregatta 2025: Vor allem die vier tapferen Jugend-Crews erhielten Applaus.

 

Bei den Großen gab es auf dem dem anspruchsvollen Kurs – die Luv-Boje war backbords hinter das Bojenfeld der Segelschule gelegt – spannende Manöver und durchaus den einen oder anderen Positionskampf. Den Takt gab zunächst die Crew Mussger (Frank Kronemann, Klaus Mussger, Michael Grünbichler) vor, die dann aber nach dem ersten Drittel des Kurses von der späteren Siegercrew Plinke (Vater Rolf mit Sohn Konstantin) eingeholt wurde. Federführend beim Erkennen der Situation war zunächst auch die Crew Gloning (Christopher Gloning, Viktor Lassnig), die jeweils früh umlegte und damit stets goldrichtig lag. Am Ende schaute der zweite Schlussrang heraus. Vom Pech verfolgt war das Team Kohlbacher (Edgar Kohlbacher, Johannes Gfrerer), bei dem sich die Reffleine der Fock mehrmals verklemmte und dem bereits aufgezogenen Spinnaker eine Zeit lang dessen Nachbrenner-Funktion nahm. Und erstmals überhaupt war auch die Elan von ÖSV-Vizepräsidentin Sabrina Stückler ins Rennen gegangen, allerdings nicht mit der Frau Vice-President an Bord, sondern mit Sohn Matthias samt Freunden. Es wurde schlussendlich ein ehrenvoller sechster Rang für die Crew Stückler (Matthias Stückler, Max Recsey, Georg Kurzbauer, Charlotte Ernst).

Der Regen spielte jedenfalls – wie auch beim nachfolgenden Clubfest (Bericht unter diesem Link) keine Rolle, alle Teams waren mit Feuereifer und großem Engagement bei der Sache und wurden vom Wettfahrtleiter bei der Siegerehrung auch ausdrücklich für ihren Einsatz gelobt. Im Vergleich zum Ansegeln – ein (!) SCS-Schiff – war die Teilnehmerzahl diesmal jedenfalls akzeptabel, für das Absegeln am 27. September hofft der Vorstand nach der Diskussion bei der Mitgliederversammlung nun auf ein weiter wachsendes Teilnehmerfeld. Das genaue Ergebnis der Clubregatta 2025 kann unter diesem Link abgerufen werden. +++

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